Sodbrennen

Sodbrennen ist ein weit verbreitetes, aber nicht ungefährliches Symptom eines Säurerückflusses aus dem Magen in die Speiseröhre, u.a. aufgrund eines nicht ausreichend schließenden Verschluß der Speiseröhre zum Magen.

Symptome: Manche Patienten bemerken kaum etwas, andere haben etwas Druck in dem Bereich, wo die Rippenbögen zusammengehen, wieder andere beklagen ein richtiges Brennen, einen sauren Geschmack im Mund, ein Fremdkörpergefühl im Bereich des Kehlkopf, oder unklaren Husten bzw. Heiserkeit, der sich im Laufe des Tages bemerkbar macht.

Während der Magen mit der, vorallem zum Essen zur Vorverdauung, ausgeschiedenen Magensäure meist relativ gut zurecht kommt, verträgt die Speiseröhre eine andauernde Säurebelastung nicht gut. Oberflächliche Entzündungen bis hin zum schweren Geschwüren können die Folge eines unbehandelten Säurerückfluss sein.

Diagnostik & Therapie: Neben der Magenspiegelung als diagnostische Maßnahme, werden häufig Medikamente gegen die Säureausschüttung therapeutisch eingesetzt. Versuchen sollte der Patient aber in jedem Fall, auch physikalische Maßnahmen wie eine Oberkörperhochlagerung zur Nacht und eine nur kleine, leicht verdauliche Abendmahlzeit, am besten spätestens 6 Stunden vor dem Schlafen einzunehmen, damit der Magen möglichst im Bett weitgehend geleert ist und ein Magensäurerückfluss reduziert wird.
Bei Übergewicht als Ursache des Säurerückfluss ist die effektivste Therapie die Gewichtsreduktion, da die Hauptursache, der durchs Eigengewicht zusammengedrückte Magen, damit am besten entlastet wird.

In manchen Fällen, wo ein stark geblähter Bauch besteht, der den Magensäurerückfluß begünstigt, kann auch ein Darmfloradiagnostik bei uns hilfreich sein, um den therapeutischen Effekt der Säureblockertherapie zu verbessern, oder eine niedrigere Säureblockerdosis zu erreichen.

In jedem Fall sollte sich ein Patient mit Sodbrennen zur weiteren Beurteilung vorstellen.